Ablauf eines Eye Camps

So funktioniert ein Eye Camp

Im Vorfeld eines Eye Camps werden die Bewohner mit Flugblätter und per Lautsprecher über die bevorstehende Reihenuntersuchung und die Möglichkeit der kostenfreien Operation informiert.

Am Tag der Reihenuntersuchung kommt ein Ärzteteam mit Krankenschwestern aus dem städtischen Krankenhaus direkt in das Dorf. Beim ersten Check Up wird festgestellt, ob die Augenbeschwerden durch Grauen Star hervorgerufen sind und ob etwas gegen eine Operation spricht. Insbesondere eine zusätzliche Zuckererkrankung kann zu Komplikationen bei der Operation führen. Daher wird bereits bei der Reihenuntersuchung auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel getestet um dieses Risiko auszuschließen. Von ca. 250-500 Menschen, die an der Reihenuntersuchung teilnehmen sind ca. 50-100 Patienten operabel.

Anschließend werden die Patienten mit dem Bus in das gut ausgestattete Krankenhaus in die Stadt gebracht. Da viele noch auf Hilfe angewiesen sind, werden sie meist von Angehörigen begleitet, dies sich auch während der Zeit im Krankenhaus um sie kümmern. Wir stellen nicht nur den Patienten, sondern auch den Angehörigen für die Zeit im Krankenhaus die Verpflegung zur Verfügung.

Während des zweitägigen Aufenthalts im Krankenhaus stehen weitere Voruntersuchungen und die Operation an.

Wir legen großen Wert darauf, dass die Operation unter hygienischen Bedingungen und mit der notwendigen medizinischen Ausstattung durchgeführt wird. Bei dieser kleinen Routineoperation wird eine künstliche Linse (IOL) eingesetzt. Dieser Eingriff dauert nur 15 Minuten.

Nach der Operation müssen die Patienten noch 2 Tage eine Dunkelbrille tragen, um das noch empfindliche Auge gegen UV-Strahlen zu schützen. Am nächsten Tag finden die Nachuntersuchungen statt, um sicherzustellen, dass keine Komplikationen aufgetreten sind. Bei einer Informationsveranstaltung werden alle Patienten über das weitere Vorgehen informiert und nochmals auf die Wichtigkeit der Dunkelbrillen hingewiesen. Für die nächsten Tage erhalten sie auch Augentropfen, die sie selbst anwenden können.

Zum Abschluss findet meist eine kleine Veranstaltung mit Ansprachen statt, wobei auch die gemeinsamen Gruppenfotos entstanden sind. Die Heimfahrt in die Heimatorte wird wieder mit dem Bus von unserem Partnerkrankenhaus organisiert.

Die kompletten Kosten für die Bekanntmachung, den Transport, die Medikamente, die Linsen und die Operation selbst werden über das Projekt und somit durch Ihre Spende finanziert, für die Patienten ist alles kostenfrei.